{"id":18,"date":"2020-05-03T21:45:27","date_gmt":"2020-05-03T21:45:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.demokratie50.de\/?p=18"},"modified":"2020-05-04T08:19:10","modified_gmt":"2020-05-04T08:19:10","slug":"ich-will-kein-verschwoerungstheoretiker-sein-aber-die-regierung-macht-es-mir-wirklich-schwer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.demokratie50.de\/?p=18","title":{"rendered":"Ich will kein Verschw\u00f6rungstheoretiker sein \u2013 aber die Regierung macht es mir wirklich schwer!"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Oder besser: Warum wir vom Begriff des &#8222;Verschw\u00f6rungstheoretikers&#8220; wegkommen m\u00fcssen!<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Ich will an das Gute in jedem Menschen glauben. Auch bei unseren aktuell verantwortlichen Regierungspolitikern. Auf der anderen Seite will ich mich aber auch nicht einseitig nur \u00fcber die \u00d6ffentlich-rechtlichen Medien informieren. Und damit beginnt unmittelbar das Dilemma. Ich will kein Verschw\u00f6rungstheoretiker sein. Beginnt man aber im Internet zu recherchieren, summieren sich schnell enorm viele belastende Materialien, sodass man unweigerlich beginnt, sich an ein altes Zitat zu erinnern: \u201eSomething is rotten in the state of&#8230;\u201c &#8230;Germany &#8211; oder gar auf der ganzen Welt?<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>von Stephan Bauer<\/p>\n\n\n\n<p><strong>I<\/strong>n mir hat sich der dringende Wunsch manifestiert, diverse Fragen an unsere Regierungspolitiker und die \u00d6ffentlich-rechtlichen Medien zu stellen. Dort wird man aber immer h\u00e4ufiger pauschal als Verschw\u00f6rungstheoretiker bezeichnet, wenn man kritische Fragen stellt. Das ist jedoch eine absolut Demokratie-feindliche Tendenz, da es eine Unterdr\u00fcckung und Diffamierung anderer Meinungen darstellt. Vielen mag es nicht bewusst sein, aber genau darum ist es umso wichtiger, diese Tendenzen offenzulegen, anzuprangern und ins \u00f6ffentliche Bewusstsein hineinzubringen. Nun aber zu meinen konkreten Fragen und jeder soll f\u00fcr sich reflektieren ob ich deswegen ein Verschw\u00f6rungstheoretiker bin.<\/p>\n\n\n\n<p>1) Warum lassen Sie, liebe Regierung und \u00d6ffentlich-rechtliche Medien keine WIRKLICH offene Diskussion zwischen den Experten mit unterschiedlichen Meinungen zur Gef\u00e4hrlichkeit des Corona-Virus zu? Warum gibt es keine ausgiebigen Aufeinandertreffen im TV? Wir sprechen hier von den gravierendsten Einschnitten in die Grundrechte, die unsere Gesellschaft mindestens seit dem 2. Weltkrieg erlebt hat. Trotz allem muss sich der Staat immer noch im Sinne eines Rechtsstaates verhalten. Und die Medien m\u00fcssen ganz besonders im Sinne  der Demokratie allen Meinungsrichtungen gleicherma\u00dfen eine B\u00fchne bieten! <\/p>\n\n\n\n<p>2) Warum beten sie, liebe Regierungspolitiker, unaufh\u00f6rlich trotz der sich abzeichnenden deutlichen Besserungen und trotz der negativen Erfahrungen aus der Schweinegrippe, das Statement von Bill Gates nach, dass die Corona-Krise angeblich erst mit der Verf\u00fcgbarkeit eines Impfstoffes beendet sein wird?<\/p>\n\n\n\n<p>3) Warum, liebe \u00d6ffentlich-rechtlichen-Medien, stellen sie den Regierungspolitikern dazu nicht auch tiefgreifende kritische Fragen? Denn es gibt vieles, was gegen die Gates-These spricht! Ein paar einfache Beispiele f\u00fcr kritische Fragen:<\/p>\n\n\n\n<ul type=\"a\"><li>Ist eine Impfung der <strong>gesamten<\/strong> Menschheit &#8211; wie von Bill Gates unkommentiert in den Raum gestellt \u2013 \u00fcberhaupt sinnvoll?<\/li><li>Wie sieht es mit Impf-Risiken aus? Welche Zusatzstoffe sind in einer Impfdosis enthalten? Hier scheint es schwere Defizite in der Offenlegung zu geben. Welche Studien gibt es hierzu? Welche Erfahrungen wurden in der Vergangenheit bereits gemacht (siehe z.B. Schweinegrippe) und wie werden diese Erfahrungen in der aktuellen Situation ber\u00fccksichtigt?<\/li><li>Welche Gefahren bringt es mit sich, die Test- und Genehmigungsphasen von Impfstoffen zu verk\u00fcrzen?<\/li><li>Gibt es spezifische Risiken f\u00fcr den Corona-Impfstoff?<\/li><li>Wer profitiert von einer weltweiten Impfung? Die Regierung und insbesondere der Gesundheitsminister sollten ihre Beziehungen zur Pharma-Industrie offenlegen, um vermeintlichen Verschw\u00f6rungstheoretikern den Wind aus den Segeln zu nehmen.<\/li><li>Wie stellt die Regierung sicher, dass es zu keiner erneuten Steuergeld-Verschwendung im Zusammenhang mit vorschnell eingekauften millionenfachen Impfdosen kommt (siehe Schweinegrippe)?<\/li><li>Und \u00fcberhaupt: Wie ist eine Impfpflicht mit den Grundrechten vereinbar? Was soll im Extremfall mit einem Impf-Verweigerer geschehen?<\/li><li>Indem sie als \u00d6ffentlich-rechtliche Medien all diese Fragen nicht in der Tiefe stellen, \u00fcberlassen Sie das Feld zwangsl\u00e4ufig den vermeindlichen(?) Verschw\u00f6rungstheoretikern!<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>4) Wie kann es sein, dass die Experten vom RKI zuerst eine Weisung herausgeben, vermeindliche Corona-Tote nicht zu obduzieren? \u00dcber die Verschw\u00f6rungstheorie, dass die Zahl der Corona-Toten m\u00f6glichst hochgerechnet werden soll, muss sich wirklich niemand wundern.<\/p>\n\n\n\n<p>5) Wie kann es sein, dass sich mitten in der Corona-Krise \u00c4rzte von der Front melden m\u00fcssen, die die Beatmung von sehr alten Menschen aufgrund extrem schlechter Erfolgsaussichten kritisieren? Hatte man das beim RKI vorher noch nicht gewusst?<\/p>\n\n\n\n<p>6) Warum werden zu den Corona-Toten selbst heute \u2013 Anfang Mai 2020 &#8211; noch keine differenzierteren Statistiken ermittelt? Oder falls sie doch ermittelt werden, warum werden sie dann in den \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien nicht gezeigt? Klar ist, dass daraus der Eindruck entstehet, dass man den B\u00fcrger entweder f\u00fcr zu dumm h\u00e4lt, eine differenzierte Betrachtung zu kapieren oder dass ein tieferer Einblick die Fassade br\u00f6ckeln lassen w\u00fcrde? Statistiken sollten gruppiert nach Alter und Vorerkrankungen geliefert werden, dabei insbesondere mit Krebs bzw. Krebs im Endstadium. Wieviele w\u00e4ren ohne Corona bereits palliativ behandelt worden?<\/p>\n\n\n\n<p>7) Nachdem die italienischen Verh\u00e4ltnisse als <em><strong>das<\/strong><\/em> \u201eTotschlag-Argument\u201c schlechthin gegen alle Kritiker und f\u00fcr die Aufrechterhaltung der diversen Grundrechtseinschr\u00e4nkungen verwendet werden: W\u00e4re es nicht auch die Pflicht unserer Regierung einerseits, ausreichend differenzierte Daten von der italienischen Regierung einzuholen? Ebenso w\u00e4re es die journalistische Pflicht der \u00d6ffentlich-rechtlichen Medien, diese Daten einzufordern und selbst die dortigen Verh\u00e4ltnisse tiefer zu recherchieren. In jedem Fall w\u00e4re es n\u00f6tig, die dortigen Statistiken ebenso tiefgreifend zu analysieren wie unter Punkt 6 bereits beschrieben und dies dann auch der \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung zu stellen und zu diskutieren? Einem Gedanken kann ich mich als Laie in diesem Zusammenhang nicht entziehen: Kann es sein, dass auch in Italien mit der Beatmung von sehr alten Leuten viel falsch gemacht wurde? H\u00e4tte es evtl. zur vielzitierten Triage oft gar nicht kommen m\u00fcssen, wenn man diese sehr alten Leute mit schweren Verl\u00e4ufen statt sie zu beatmen alternativ oder palliativ behandelt h\u00e4tte? Wie dem auch sei: Wenn es stimmt, dass die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit aller Corona-Toten auch in Italien schon sehr alt waren und mindestens eine bzw. oft auch mehrere schwere Vorerkrankungen hatten, wirft das letztlich nicht doch ein anderes Licht auf die Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit der Grundrechtseinschr\u00e4nkungen? Diese Diskussion scheint mir mit ethischen Bedenken gegen\u00fcber den gestorbenen alten Leuten zu stark abgew\u00fcrgt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>8) Was kann man tun, um bei k\u00fcnftigen, sich anbahnenden Pandemien nicht zu vorschnell wieder in den Lockdown zu gehen? Sollte sich durch den schwedischen Ansatz herausstellen, dass der Lockdown unn\u00f6tig war, w\u00e4re es dann denkbar, dass man als Regierung diesen Um stand zugibt und Lehren daraus zieht? Nobody\u2018s perfect! Und gerade in so einer Ausnahmesituation sind Fehlentscheidungen bis zu einem gewissen grad menschlich akzeptabel. Den Lockdown haben ohnehin viele bef\u00fcrwortet, auch weil die Situation neu war. Ich habe jetzt aber die Bef\u00fcrchtung, dass die Regierung ein \u201etotes Pferd\u201c weiterreitet, auch um vermeindlich ihr Gesicht zu wahren. In Wirklichkeit w\u00fcrde man Gr\u00f6\u00dfe zeigen, wenn man Fehler auch Mal eingestehen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sicherlich gibt es noch dutzende weitere Fragen, die man hier anschlie\u00dfen k\u00f6nnte. Aber wen wundert es und wer will es noch verurteilen, wenn sich bei so vielen unbeantworteten Fragen und Ungereimtheiten bei vielen B\u00fcrgern Unmut breit macht. Allein am Beispiel der Impfpflicht, die bis jetzt unreflektiert und als die n\u00e4chste alternativlose These durchs heilige Dorf der Grundrechte getrieben wird, tun sich Abgr\u00fcnde auf. Kann man es jemandem ernsthaft ver\u00fcbeln, wenn er sich hier an eine Diktatur erinnert f\u00fchlt?<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade die deutsche Regierung hat hier eine besondere Pflicht. Die Regierungspolitiker seien an dieser Stelle auch daran erinnert, dass sie am Anfang der Krise nicht m\u00fcde wurden zu sagen, dass es ihnen zentral wichtig sei, die B\u00fcrger mitzunehmen und ihnen alle Ma\u00dfnahmen zu erkl\u00e4ren. In Anbetracht der vielen Ungereimtheiten erscheinen sehr viele Einschr\u00e4nkungen mittlerweile als blanke Willk\u00fcr und G\u00e4ngelung. Das k\u00f6nnte zum Bumerang werden. Die Regierung wiegt sich offenbar gest\u00e4rkt von den Umfragewerten momentan in gro\u00dfer Sicherheit. Sie sieht anscheinend nicht, dass sie sich auf sehr d\u00fcnnem Eis bewegt und dieses Eis an vielen Stellen schon beginnt, einzubrechen. Es ist nie zu sp\u00e4t, sich auch den Rat von anderen Kapazit\u00e4ten einzuholen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um den Bogen zur\u00fcck zur \u00dcberschrift des Artikels zu spannen: Ich verwehre mich unter all diesen Gesichtspunkten entschieden dagegen, all jene, die sich bem\u00fchen, andere Meinungen und Erkenntnisse ans Licht zu bringen, als Verschw\u00f6rungstheoretiker zu diffamieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Stattdessen muss genauso wie in der Justiz f\u00fcr jeden zun\u00e4chst die Unschuldsvermutung gelten. Wir ben\u00f6tigen daher standardm\u00e4\u00dfig einen anderen Begriff. Die allzu leichtfertige Verleumdung als &#8222;Verschw\u00f6rungstheoretiker&#8220; muss ge\u00e4chtet werden, solange sich die betreffende Person nicht irgendwelcher No-Gos wie z.B. rassistischer Aussagen schuldig gemacht hat.  F\u00fcr jemanden, der Dinge hinterfragt, recherchiert, zu einer anderen als der Regierungsmeinung kommt und diese kritisiert, ist die Einf\u00fchrung eines positiven Begriffs \u00fcberf\u00e4llig. Wie w\u00e4re es mit \u201eWahrheitssuchender\u201c? Jeder hat das Recht zuerst als Wahrheitssuchender angesehen zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>In jedem Fall sollte eine demokratische Gesellschaft grunds\u00e4tzlich dankbar sein f\u00fcr jeden einzelnen Wahrheitssuchenden! Und wenn die Regierung angeblich so gute Begr\u00fcndungen f\u00fcr die Grundrechtseinschr\u00e4nkungen hat, warum scheut sie dann die offene Diskussion?<\/p>\n<style>.pf-button.pf-button-excerpt { display: none; }<\/style>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oder besser: Warum wir vom Begriff des &#8222;Verschw\u00f6rungstheoretikers&#8220; wegkommen m\u00fcssen! Ich will an das Gute in jedem Menschen glauben. Auch bei unseren aktuell verantwortlichen Regierungspolitikern. Auf der anderen Seite will ich mich aber auch nicht einseitig nur \u00fcber die \u00d6ffentlich-rechtlichen Medien informieren. Und damit beginnt unmittelbar das Dilemma. Ich will kein Verschw\u00f6rungstheoretiker sein. 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